Wie sicher sind Ihre Daten?

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und | 26. Februar 2015 |

Probleme mit der Datensicherheit gibt es in allen IT-Bereichen. Übersetzungen bilden da keine Ausnahme.

Überlegen Sie kurz, wie oft Ihre Daten im Laufe eines Übersetzungsauftrags gefährdet sind: zuerst einmal auf dem Weg von Ihnen zum Übersetzungsdienstleister (ÜDL). Dort werden sie gespeichert und an den Übersetzer weitergeschickt. Unter Umständen wird die Übersetzung sogar in der Cloud gemacht. Die Daten müssen auch wieder hin und zurück. Anschließend werden sie dem Redigierer (Korrekturleser) per Email geschickt. Dann gehen sie wieder an den ÜDL und schließlich zurück an Sie. Das ist ein langer Weg.

Daten werden in den seltensten Fällen verschlüsselt. Sie könnten also auf diesem Weg rein theoretisch von jedem gelesen werden, was nicht unbedingt ein beruhigendes Gefühl ist. Zur Klärung der Frage „Wer liest meinen Text?“ sollte man sich also folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Personen haben Zugriff auf den Text bei meinem ÜDL? Nur die Projektmanager oder vielleicht auch die IT-Abteilung? Besucher? Vielleicht die Reinigungskraft…?
  • Weiß der ÜDL überhaupt, wer den Text übersetzt? Oder gibt es eine ganze Kette von Übersetzern, die den Auftrag immer weiterleiten, bis der Text schließlich z.B. in Indien landet? Denn der Übersetzer liest den Text, soviel ist klar. Wer aber sonst hat Zugang zum Text? Nur die Angestellten? Vielleicht noch die Familie? Beim Redigierer, der den Text anschließend prüft, ist die Situation auch nicht klarer.
  • Wie sehen die Sicherheitsvorkehrungen bei Ihrem ÜDL aus? Wird der Zugang zu den Räumlichkeiten gesichert, z.B. durch ein Zahlenschloss? Wird das Büro videoüberwacht? Mit Meldesystem? Sind die Rechner passwortgeschützt? Denn nicht nur Einbrecher können die Sicherheit Ihrer Daten gefährden, Feuer, Löschwasser oder Angestellte können es auch! Werden also regelmäßig Backups durchgeführt? Werden diese Kopien dann andernorts sicher aufbewahrt?
  • Wie ist die IT gegen Angriffe von außen geschützt? Verfügt der ÜDL über eine Firewall? Benutzt er Antivirus–Software, um sich gegen Angriffe durch Trojaner und Malware zu schützen? Gibt es interne Prozesse, die den Zugriff auf Emails regeln? Oder anders herum: werden die Rechner auch für privates Internetsurfen verwendet?
  • Hat der ÜDL Verschwiegenheitserklärungen mit all seinen Dienstleistern, Angestellten, Übersetzern und Redigierenden abgeschlossen? Zum Beispiel nach §5 BDSG?
  • Und die Daten in der Cloud: wo befinden sich die betreffenden Server? Wer hat Zugang dazu? Selbst die mächtigsten Unternehmen und Regierungen sind Opfer von Datenraub aus der Cloud geworden. Denn eines steht fest: was gehackt werden kann wird auch gehackt. Entweder von Kriminellen oder vielleicht sogar von Staatsorganen. Ergo: dort gehören Ihre Daten nicht hin!

Wenn Sie jetzt etwas unruhig geworden sind, kopieren Sie am besten die folgende Checkliste und bitten Ihren Übersetzungsdienstleister, sie auszufüllen und an Sie zurückzuschicken. Wenn nur ein Feld mit „Nein“ beantwortet wird, sind Ihre Daten bereits in Gefahr…

NB: wenn Sie bereits medax-Kunde sind, können Sie sich an dieser Stelle entspannt zurücklehnen, denn die folgenden Fragen können wir allesamt mit „Ja“ beantworten. Das ist Teil unseres Rundum-sorglos-Pakets für Sie. Darauf können Sie sich bei uns verlassen.

 

Kennt der Übersetzungsdienstleister (ÜDL) den Übersetzer persönlich?Ja     Nein
Werden die Dateien vor dem Email-Versand verschlüsselt?Ja     Nein
Befinden sich die Fremdserver (inkl. CAT/TM Plattformen) in Deutschland?Ja     Nein
Hat der ÜDL Verschwiegenheitserklärungen (z.B. nach §5 BDSG) abgeschlossen?Ja     Nein
Ist seine IT durch Firewall und Antivirus-Software geschützt?Ja     Nein
Wird der Zugang zum Serverraum gesichert?Ja     Nein
Werden Kopien Ihrer Daten an einem anderen sicheren Ort aufbewahrt?Ja     Nein
Behandelt der ÜDL Ihre Daten gemäß ISO/DIS 17100?Ja     Nein
Wie sicher sind Ihre Daten?
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